SchulCampus Rostock-Evershagen

Gymnasium und Regionale Schule im Verbund

18. Eintrag

Mittwoch, 25. Februar 2009

Heute stand uns der erste Tag unseres kurzen Aufenthaltes in Antigua>>> bevor. Zum Frühstück suchten wir ein nettes Lokal aus, wo wir erstens nur sehr kurz warten mussten, zweitens alles nach Wunsch geliefert wurde und drittens die wohl saubersten öffentlichen Toiletten Guatemalas waren. Was für ein Start in den Tag!
Nachdem alle gesättigt waren, machten wir uns auf den Weg, Anouk Reitz und das Projekt PMG (Proyecto Mosáico Guatemalteco>>>) zu besuchen. Das Projekt existiert seit 1998 (Gründung nach dem Hurrikan Mitch>>>) und vermittelt Freiwillige an über 50 verschiedene Organisationen in Guatemala.
Nach einem interessanten Gespräch gingen wir von dort aus zum Reisebüro um zu überprüfen, ob alle Vorbereitungen für unsere Tikal-Reise getroffen waren. Dort versicherte man uns, dass alles geklärt sei und nach Bezahlung des Geldes erhielten wir einen A5-Zettel, den in Deutschland niemand als Bestätigung Ernst genommen hätte. Wir machten uns darüber jedoch keine Gedanken, sondern gingen zurück ins Hotel um unsere Koffer zu packen, da wir unsere Zimmer räumen mussten. Als wir dies erledigt hatten, hielt uns nichts mehr davon ab Antigua zu entdecken.
Wir besuchten den Markt und verschiedene Geschäfte. Dabei fanden wir sogar einen Buchladen, der einige Bücher über Quiché führte. Da konnten wir natürlich nicht einfach vorbeigehen.

Gegen 17:00 Uhr trafen wir uns am Hotel wieder, um uns gemeinsam ein nettes Lokal zum Abendbrot zu suchen. Danach mussten wir uns ziemlich beeilen, denn um 18:30 sollten wir an unserem Hotel abgeholt werden. Zu unserem großen Erstaunen war auch pünktlich ein Fahrer mit einem modernen Mikrobus da, der uns nach Guatemala-Stadt bringen sollte.

ACHTUNG: Weiterlesen, nur mit starken Nerven!

Die Fahrt verlief auch recht angenehm, bis die Jungs hinten im Bus anfingen Geschichten über Busüberfälle und Schutzgelder zu erzählen. Besonders unterhaltsam wurde es dann, als unser Fahrer einen Briefumschlag aus seiner Tasche nahm und uns sagte, dass er jetzt aussteigen würde, wir aber sitzen bleiben sollten…
Das brachte die Spekulationen so richtig in Gang. Phillip überlegte schon, wen man denn als Geisel in Guatemala lassen könnte. Seine erste Wahl fiel auf Tina mit der Begründung: „Du kommst doch aus Schmarl, da kennst du dich mit den Bedingungen hier doch zurecht!“ Als das nur mit lautem Lachen quittiert wurde, war sein zweiter Vorschlag Anne hier zulassen. Daraufhin entspann sich folgender Wortwechsel: Anne: „Mir tun die nichts, ich bequatsche die so lange, bis sie mich freiwillig gehen lassen.“ Phillip: „Da hast du aber Pech, dass Latein eine tote Sprache ist.“ Anne: „Deswegen spreche ich im Gegensatz zu dir ja auch Spanisch.“ Daraufhin wollte Phillip dann doch keine weiteren Geiseln vorschlagen, sondern wollte selbst da bleiben. Dies entlockte Robert den Kommentar: „Du hast zwei Möglichkeiten. Du kannst hier kämpfen oder mit uns in den Dschungel kommen.“ Phillips Meinung dazu: „Das kommt aufs gleiche drauf raus, übermorgen bin ich tot.“
Glücklicherweise tauchte just in diesem Moment unser Fahrer wieder auf und brachte uns in ein nahe gelegenes Gebäude, das das Terminal war. Dort warteten wir umgeben von äußerst merkwürdigen Gestalten auf unseren Bus. Als dieser dann endlich kam, mussten wir erst alle einen Metalldetektor passieren, der aber bei jedem piepte.
Wir hatten alle nette Plätze im voll klimatisierten Bus, der für die nächsten 9 Stunden unser zu Hause sein würde. Schon nach einer Stunde tat uns so ziemlich alles weh, was wir an Körperteilen hatten, aber wir wurden davon abgelenkt: Der Bus hatte eine Reifenpanne. Diese war jedoch schnell behoben und wir konnten die Fahrt mit unzähligen kurzen Pausen und ausgesprochen schlechten Filmen fortsetzen. Da half nur eins: Schlafen!

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