SchulCampus Rostock-Evershagen

Gymnasium und Regionale Schule im Verbund

3. Eintrag

Dienstag, 10. Februar 2009

„Osman for president!“ war eindeutig das Motto des Tages.
Nach einem eher deutschen Frühstück mit Müsli in Joghurt mit frischen Ananasstücken, Toast mit Marmelade und Rührei, packten wir die Koffer, um uns auf den Weg nach Xela zu machen.
Abgeholt wurden wir von einem Fahrer mit Kleinbus und Osman mit seinem Pick-Up. Ganz entgegen den hiesigen Sitten kam unser Fahrer eine Viertelstunde zu früh, während wir gerade gelernt hatten, dass es eine „hora chapín“ gibt, die grundsätzlich eingehalten wird, d. h. alle Guatemalteken mindestens eine Stunde zu spät kommen.
Nach einer für guatemaltekische Verhältnisse kurzen Verabschiedung machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg.
Die Koffer waren alle auf dem Dach verstaut, was recht abenteuerlich aussah, aber doch, wie sich im Nachhinein herausstellte, ziemlich haltbar war.

Wir fuhren etwa zwei Stunden bergauf und bergab und amüsierten uns über die verschiedensten Autos und ihre Transportgüter: ein Pick-Up hatte Eier geladen, völlig ohne jede Befestigung.
Unglaublich waren ja auch die schwarzen Abgaswolken, die nahezu jeder Chickenbus ausstieß.
Auf dem Weg hatten wir wunderbare Aussichten auf die Barrancos und Vulkane – leider war aber auch zu sehen, was der Hurrikan Stan und die letzte Regenzeit angerichtet hatten. An vielen Straßenrändern lag noch der Schutt, der von den Hängen abgerutscht war.
Osman beschloss, dass wir noch einen Abstecher zum Lago Atitlán>>> machen könnten.
An einem Mirador von dem aus man den See schon sehen konnte, hatten wir eine atemberaubende Aussicht.
Wir passierten die kleinen engen Straßen und ließen uns zum Mittagessen in einem Restaurant direkt am See nieder – der Ausblick war tatsächlich noch zu übertreffen!
Danach fuhren wir dann zu einer kirchlichen Radiostation, die auch das Programm des IGER ausstrahlt.
Als wir weiter fuhren, hatte Osman die tolle Idee, noch mal beim Radio anzurufen und für uns ein Lied zu wünschen.
Und so wurden wir im Radio Sololá auf 88.7 mit dem Lied „La camisa negra“ von Juanes persönlich begrüßt!
Der Rest der Fahrt ging dann auch ziemlich schnell vorbei und gegen 17.00 Uhr erreichten wir auch Xela>>> und das Haus von Dona Olga >>>, wo wir überaus herzlich begrüßt wurden.
Osman verabschiedete sich von uns erst, nachdem er sich überzeugt hatte, dass wir schöne Zimmer haben und nicht ohne das Versprechen, uns morgen früh abzuholen.

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