SchulCampus Rostock-Evershagen

Gymnasium und Regionale Schule im Verbund

5. Eintrag

Donnerstag, 12. Februar 2009

Heute war es soweit: Der erste Besuch in unserer Partnerschule!
Osman holte uns nach dem Frühstück mit seinem Pick-Up ab und brachte uns zum Terminal (Busbahnhof) in Xela>>>. Dort war es aufgrund der vielen Busse nicht einfach, einen zu finden, der uns zum richtigen Ziel bringt. Nach einigen Diskussionen über das Umsteigen entschieden wir uns für eine „aventura“ (Abenteuer) und setzen uns in einen Chickenbus, der uns nach „Cuatro Caminos“>>> bringen sollte. Das tat er auch, nahm auf dem Weg dorthin alle Schlaglöcher mit – das brachte uns Lachanfälle.
Am Etappenziel „Cuatro Caminos“ stiegen wir in einen „Microbus“ um. Dieser war nach deutschen Verhältnissen für zehn Personen ausgelegt. Für guatemaltekische Verhältnisse hatten wir noch Glück, da nur zwanzig Personen in diesem Wagen waren. Hier zeigt sich das unser Vorbereitungsseminar sehr nützlich war. Während einige auf den Eingangstreppen des Busses saßen und dabei noch schlafen konnten, saßen andere dem Fahrer fast auf dem Schoß und wieder andere saßen direkt auf dem rechten hinteren Radkasten, durch den sie jedes einzelne Loch der Straße spürten.
Um mehrere blaue Flecke reicher kamen wir ca. eine Stunde später in St. Maria Chiquimula>>> an.
Von dort liefen wir dann zu Fuß einen ziemlich steilen Berg hinauf und hatten schon nach fünf Minuten das erste Highlight des Tages: Phillip verlor die Sohlen seiner so hochgepriesenen Springerstiefel.
Dennoch erreichten wir die Schule und wurden von Sergio herzlich begrüßt. Aber auch schon auf dem Weg zur Schule grüßten uns die Bewohner von St. Maria Chiquimula sehr herzlich. Es kam auch zu einigen Konversationen.
In der Schule nahmen wir dann erst einmal einen kleinen Snack (Tortillas mit Fetakäse) und super leckeren Kaffee zu uns. Danach wurden wir den Schülern vorgestellt, die uns allen nacheinander die Hand zur Begrüßung schüttelten (mindestens 50). Dann bekamen wir eine Privatführung von drei der Abiturienten, Avelino, Miguel und Eduardo, durch das Schulgelände.

Wir sahen die Haustiere (Gänse, Hühner, Kaninchen, Hähne), den Heilkräutergarten, unsere zukünftigen Schlafsäle und die Toiletten, über deren Zustand wir uns lieber ausschweigen wollen.
Einige Jungs sangen uns ein kleines Ständchen und spielten dazu mit der Gitarre.
Wir konnten am Mittagessen teilnehmen, welches aus einer Suppe und überraschender Weise aus Tortillas bestand.
Nach einem freundlichen Begrüßungsgespräch mit dem Schulleiter Hermano Gonzalez machten wir uns mit den drei Abiturienten auf den Weg hinunter auf den Markt von Chiquimula.
Dieser war nicht mit den Märkten in Xela zu vergleichen: Er war schmutzig und von etwas merkwürdigen Leute bevölkert. Eine „junge Dame“ fand Phillip so sympatisch, dass sie ihn gleich auf Spanisch verfluchte, wobei wir uns noch nicht ganz sicher sind, ob es nicht doch ein Heiratsantrag war.
Wir mussten ohnehin nach Xela zurück und suchten uns einen Kleinbus, der noch nicht so voll war – genauer: Er war leer(!) und wir die ersten Gäste. Aber schnell war auch dieser Bus überfüllt und immer mehr und mehr Leute zwängten sich noch hinein …
Wir überlebten die Fahrt jedoch gut und in Xela angekommen, machten wir uns noch einmal in kleineren Grüppchen auf den Weg zum Markt. Es wurde wieder erfolgreich geshoppt.
Zum Abendbrot trafen wir uns alle bei Dona Olga wieder, wo es kein Spiegelei, kein Rührei, sondern Omelett mit Pasta und Bratbananen gab …
Spruch des Tages von Andrea: „Auch hier (Guatemala) zieht der Atheismus ein. Da hilft auch alles beten nicht!

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