SchulCampus Rostock-Evershagen

Gymnasium und Regionale Schule im Verbund

6. Eintrag

Freitag, 13. Februar 2009

Heute auf dem Plan: ein Besuch des IGER>>> in San Sebastian.
Nach einem wieder einmal guten Frühstück bei Dona Olga ging es mit einem Chickenbus nach San Marcos>>>. Dort trafen wir Osman, der uns die Regionalleiter des ansässigen IGER-Büros vorstellte: Mario und Byron.
Mit ihnen machten wir uns auf den Weg zum Mittagessen. Nach einer kleinen Stärkung stürzten wir uns erneut ins Abenteuer Chickenbus – dieser war mit Winnie Pooh Aufklebern ausgestattet.
In San Sebastian angekommen, holte uns Osman erneut mit seinem Pick-Up ab, um uns eine sehr kurze, dafür aber extrem steile Strecke hochzufahren. Wir waren uns nicht sicher, ob wir vorwärts oder doch rückwärts rollten.
Was uns im IGER erwartete, war noch eine große Überraschung: Statt auf eine kleine Runde von Älteren, trafen wir auf eine riesige Meute von Jugendlichen mit Schuluniform! Das ließ uns zweifeln, ob wir nicht doch in einer richtigen Schule gelandet waren, statt im IGER.
Zu unserer großen Freude durften wir unsere Spanischkenntnisse ausgraben und anwenden, denn jeder musste sich vorstellen. Zudem durfte Anne eine Diskussion über Kinderarbeit führen und Lisa erklärte mit Bravour unser Schulsystem.
Doch die absolut beste Idee des Tages <ironie> kam von einer Person, deren Namen wir nicht nennen wollen (man kennt ihn auch als Señor Guapo): Wir hatten die Ehre, ein deutsches Lied zu singen!
Nach einigen Unstimmigkeiten einigten wir uns auf…. HÄNSCHENKLEIN!!! Dabei gab es nur leider ein Problem: Uns ging nacheinander der Text flöten. Einige schafften es nur bis zur zweiten Zeile, aber Senor Guapo hielt bis zum Schluss durch und beendete das Lied mit einem beeindruckenden Solo! Dies belohnten die Guatemalteken noch während des Solos mit einen besonders herzlichen Applaus.

Danach wurden wir auf einen Cafécito und zu zwei wunderbaren, selbstgebackenen Kuchen eingeladen. Während ein Teil unserer Gruppe die Geschenke überreichte, spielten die Jungs und Lisa Fußball mit einigen kleinen Chicos. Dabei stellte sich heraus, dass Lisa wohl unsere neue Nationaltorhüterin wird.
Anschließend machten wir uns auf den Rückweg nach San Marcos>>>, wo wir beim IGER auf Padre Jorge warteten.
Der Gestank von der anderen Seite der Straße, der durch das Verbrennen von Plastikmülltüten entstand, zwang uns dazu, eine kleine Runde zu drehen. Dadurch hatten wir das Glück hinter die Kulissen eines Zirkus zu schauen. Besonders die Tiger hatten es uns angetan. Lisa und Tina kreischten ein wenig aus purer Freude, weil die Tiger sich erhoben und sich in ihrem Käfig bewegten, wie es Bruce Darnell auf einem Laufsteg nicht besser hingekommen hätte („Der Tiger musse lebbe!“).
Kurz darauf kam dann Padre Jorge und fuhr mit uns zusammen zu Osman, bei dem wir zum Essen eingeladen waren. Dort wurden wir überaus herzlich von seine Frau Milli und seinen knuffigen drei Kindern, Javi, Aldo und Alejandro begrüßt. Es gab ein typisches Essen für Xela, welches „Pepian“ heißt und aus Hähnchen, Reis und Kürbiskernsoße bestand. Das Essen war mehr als lecker und Steffen ließ sich das Rezept bis ins kleinste Detail aufschreiben.
Und auch hier war die Atmosphäre bombastisch. Wir fühlten uns gleich wie zu Hause und von umwerfender Herzlichkeit umgeben („Mi casa es tu casa!“). Als der Abend sich dann dem Ende zuneigte, waren wir alle sehr traurig. Doch bevor wir das Haus verließen, wollten wir uns noch für die Gastfreundschaft revanchieren und überreichten einige Geschenke. Schließlich brachten uns Osman und Padre Jorge nach Hause, wo wir alle totmüde ins Bett fielen.

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