SchulCampus Rostock-Evershagen

Gymnasium und Regionale Schule im Verbund

8. Eintrag

Sonntag, 15. Februar 2009

Nach dem üblichen Frühstück und einigen Souvenirkäufen ging es pünktlich um 10:30 Uhr zum zweiten der drei Gottesdienste (die anderen um 7 Uhr und um 12 Uhr) in der großen Kathedrale von Xela>>>. Zu unserer Enttäuschung mussten wir feststellen, dass sich die Messe nicht von den katholischen Gottesdiensten in Deutschland unterschied – bis auf die Liveübertragung auf riesigen LCD-Fernsehern(!!!) in den einzelnen Gängen.
Vom Weihrauch ziemlich benebelt machten wir uns dann auf zum Hiperpaíz>>>, einem riesigen Konsumtempel>>> à la KTC (für Nichtrostocker: Kröpeliner Tor Center). Dieser steht im krassen Gegensatz zu den Lebensbedingungen der einfachen Bevölkerung in Xela und Umgebung.
Danach ging es zurück zu Dona Olga, schließlich mussten wir noch Sachen packen – wir werden die nächsten Tage in unserer Partnerschule verbringen.
So nahmen wir erneut unser Lieblingstransportmittel, den Chickenbus. Wieder einmal wurden wir abgezockt, allerdings nur um umgerechnet 40 Cent, so dass sich unser Ärger in Grenzen hielt. Vielmehr machte uns die Kopffauna der vor uns sitzenden Damen zu schaffen, denn ihre pechschwarzen Haare waren von mehreren Hundertschaften von Läusen besiedelt. Ein neues Feindbild war geboren.

An den Köpfen kratzend kamen wir schließlich in Santa María Chiquimula>>> an und die ersten Forschungsergebnisse ließen uns erleichtert aufatmen, denn noch wurde keine Laus auf unseren Köpfen gesichtet.
In der Schule wurden wir wieder herzlich begrüßt und durften unsere Schlafgelegenheiten inspizieren. Während sich die Mädels und Steffen gleich heimisch fühlten, denn sie dürfen in der Lehrerunterkunft schlafen, gab es bei den Jungen lange Gesichter. Sie sind bei den Schülern des Internats untergebracht und haben nicht nur mit steinharten Betten, sondern auch zersprungenen Kloschüsseln zu kämpfen. Das Abendbrot, bestehend aus unerwartet gut schmeckendem Reis und Bohnen, versöhnte die meisten wieder. Sogar Robert hat zweimal zugelangt.
Nach dem Essen plauderten wir noch eine Weile und holten dann unsere Spielekiste heraus. Damit begeisterten wir unsere guatemaltekischen Gastgeber in Windeseile! Aber Lisa muss nun nicht nur auf Erik, sondern auch auf die Guatemalteken und deren Betrugsversuche beim Dominospiel aufpassen.
Das war ein schöner gemeinsamer Anfang für eine hoffentlich noch schönere Woche.

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