SchulCampus Rostock-Evershagen

Gymnasium und Regionale Schule im Verbund

1. Eintrag

8. Februar 2009 • 14.45 Uhr Rostocker Zeit

Für die Einen war die Nacht ganz schnell zu Ende – für die Anderen hatte sie gar nicht erst angefangen: um 2.50 Uhr wurden wir vom Flughafentransfer abgeholt.
In zwei kuschelig engen, aber dafür auch warmen Autos wurden wir nach Berlin Tegel chauffiert.
Nach 30 min. kam schon der erste Wunsch nach einer PP auf, sodass wir am nächsten Parkplatz anhalten mussten … (so bekämpft halt jeder seine Flugangst auf seine Weise, wir wollen ja keine Namen nennen)
Die nächste Pause gab es dann an der Raststätte schlechthin, Traum aller Schüler: Linumer Bruch.
Und natürlich zögerten die Jungs nicht, sich nachts um 5 mit Burgern und Eis auszustatten.
Wir kamen dann ziemlich pünktlich am Flughafen an und mussten uns in eine lange Schlange einreihen – und ernteten auch gleich verwunderte Blicke dafür, wie viel Platz zehn Leute mit so viel Gepäck einnehmen können. Kaum eingecheckt, machten wir uns daran, sämtliche noch vorhandene Getränke auszutrinken – das bescherte uns am Sicherheitscheck eine ziemlich lange Wartezeit, aber man kann ja auch nichts verkommen lassen.
In der Verwirrung hatten wir dann noch viel Spaß mit einem ausgelaufenen Kaffee, der für einige Umschichtungen im Handgepäck sorgte.
Ins Flugzeug kamen wir dennoch pünktlich, leider wurden wir sofort aus der Businessclass geschickt, obwohl die Sitze dort doch wesentlich bequemer aussahen. Im Flieger wurden gleich die Verpflegungspakete geplündert, danke an Familie Beu, so manch hungriger Magen konnte beruhigt werden. Der Flug nach Spanien verlief ziemlich ereignislos, bis auf einige durch den Gang krabbelnde Kleinkinder.
In Madrid gelandet, durften wir (welch Luxus!) mit einer Bahn zu unserem nächsten Flugzeug fahren. Das sah auch schon ganz anders aus: ungefähr doppelt so groß, viel geräumiger und endlich saßen wir auch alle zusammen und konnten uns ordentlich unterhalten.

Ein absolutes Highlight war der Lunch um 14.00 Uhr: Salat mit Dressing, dazu Brötchen mit einer Schmelzkäseecke, als Hauptgericht wahlweise Hühnchen oder Pasta (beides sehr lecker) und zum Nachtisch ein Stück Kuchen mit rosa Guss, herrlich süß und weich, genau das, was man zur Steigerung der Moral braucht, wenn man hört, dass man jetzt nur noch 9,5 h Flug vor sich hat. Manch glücklicher soll ja sogar drei Stücke Kuchen gegessen haben.
Im Moment befinden wir uns direkt über dem Atlantischen Ozean, in etwa 11000m Höhe, bei einer Außentemperatur von – 29°C und werden vom unvermeidlichen Duty-Free- Angebot heimgesucht.

Einige würden jetzt gerne aus dem Flugzeug aussteigen und stattdessen mit den tollen Rettungsbooten auf dem Wasser bleiben, oder mindestens mal eine Stoßlüftung im Flugzeug vornehmen.

Nachtrag: Montag 10.25 Uhr Guatemaltekischer Zeit
Der Pilot hat uns trotz einiger Bedenken sicher auf den Boden gebracht. Im Flughafen waren wir fast die einzigen Einreisenden, alle anderen wollten doch lieber nach Panama. Beim Zoll und bei der Einreise gab es keine Probleme, jeder hat einen schicken Stempel bekommen, das Gepäck war auch vollständig da und draußen wartete schon unser Empfangskomitee: Christine Zauzich>>> und mehrere Stipendiaten aus ihrem Projekt>>>, die uns ganz herzlich mit Hibiskusblüten begrüßten.
Nach einer recht kurzen Fahrt kamen wir im Projekthaus>>> an, wo alles mit Weihrauch ausgeräuchert war – eine besondere Geste für Ehrengäste, wie uns erklärt wurde. Da wünschte sich so mancher zurück ins stickige Flugzeug.
Das Abendessen bestand dann aus Tomaten mit Mozzarella und Maisfladen mit Avocadocreme, war aber ziemlich schnell vorbei, weil wir alle sehr müde waren. Zu unserer Überraschung kamen auch noch Osman und Padre Jorge, die uns herzlich mit einem enthusiastischen „Hansa“ begrüßten und den Reiseplan mit uns abstimmten. Danach haben wir dann auch nur noch schnell das warme Wasser beim Duschen verbraucht und sind alle ins Bett gefallen.

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